Akte-X – Das war wohl nix

“Akte X – Jenseits der Wahrheit” lautet der Titel des neuen Akte-X Films.

Eigentlich sollte der Film “Diesseits der Langeweile” heissen.
Was für eine Verschwendung von Geld, Zeit und Schauspielern….

Da der Film weder einen nachvollziehbaren Handlungsbogen noch irgendetwas, was man als “Spannung” betrachten kann, verstehe ich nicht, wie man darum so einen Hype machen kann.

Also ehrlich gesagt… das Unheimlichste für mich persönlich waren die gealterten Protagonisten Mulder und Scully.
Ein Blick in den Spiegel verrät mir: “Ja – seit 1993 sind uns einige Falten das Gesicht heruntergelaufen”. David Duchovny ist nun auch nahe den 50 und Gilian Anderson so alt wie ich. Vorbei der Jungenhafte Charme des Mulders. Hinweggefegt das leicht mädchenhafte, pausbäckige Wesen der Scully. So ist sie nunmal, die Zeit. Sie rast und rast und nimmt die Jugend mit sich hinweg.

Sorry … eigentlich will ich ja vom Film erzählen :oops:

Wer erwartet, hier werden 6 Jahre nach Ende der Serie die letzten Ultimativen Fragen von Akte-X offengelgt und grosse Geheimnisse gelüfet- spart euch das Geld!

Es fängt damit an, das in einer Winterlandschaft eine Frau in einer Garage angegriffen wird. Schnitt. Eine Horde FBI-Leute durchsucht mit Stangen den Schnee auf der Suche nach einem Körper.
Plötzlich preschet eine alte, bärtige Gestalt vorbei und rennt vorweg, lässt sich in die Knie sinken und deutet auf eine Stelle mitten im hohen Schnee. FBI-Leute graben einen Arm aus. Schnitt.

Sculy arbeitet als Medizinerin, Mulder hat sich irgendwo auf der Flucht vorm FBI vergraben, als Scully vom FBI kontaktiert wird, daß nur Mulder helfen kann die verschwundene FBI-Agentin zu finden (s.o.)

Ab hier wird es nur noch verwirrend. Ein pädophiler Pater mit hellseherischen Fähigkeiten, undurchsichtigen, warscheinlich osteuropäischen Ärzten in einer Scheune, einem Organtransporteur auf der Flucht und immer wieder in Szenen zerissene Handlungsstränge, die nicht wirklich Sinn machen und schon mal gar nicht spannend sind. Bis auf die Stelle mit dem in einen Eisblock eingefrorenen Körperteilen.  Aber für eingefleische Fans des Genres einfach nur zum gääääääähhnen. Irgendwie hatte ich gehofft, das noch irgendwas Unheimliches nachkommt. Aber nada. Gar nix.

Ansonsten macht der Film eher den Eindruck eines Gemisches von Dr. Frankeinstein trifft Romeo und Julia (Unheimlich viele romantische Szenen mit Mulder und Scully)

Wertung: Absoluter Bockmist!