Rathaus Galerie in Leverkusen

Altes Rathaus von 1977

Zwischen Abriss des alten Rathauses in Leverkusen, dem Grundstücksverkauf und der Bebebauung der Fläche mit der neuen Einkaufsgalerie des ECE sind nur 2 Jahre vergangen, in denen sich das Stadtbild von Leverkusen entscheidend verändert hat und sich in Zukunft zum Nachteil der “alten City” wohl noch stark verändern wird.

Gestern Abend habe ich dann nach den Anstürmen der letzten Tage den ersten halbwegs ruhigen Verkaufstag genutzt um das Center mit meiner Holden zu besichtgen.

Rathaus-Galerie

Auffälligstes Merkmal des Gebäudes ist das “Ufo”, welches auch als offizieller Spitzname gewählt wurde und in dem sich nun Bürgermeisteramt und einige Städtische Einrichtungen befinden.

Auf 3 Etagen befinden sich nun um die 130 Läden.

Im Untergeschoss befindent sich vornehmlich die “Fressmeile” von der Wurstbude bis zur Sushi Bar.
Leider olfaktorisch kaum zu ertragen.
Auffällig: Viel zu wenig Sitzmöglichkeiten in der Etage, überall sitzen auf Blumenkübeln, hinter der Rolltreppe und auf dem Boden Leute um ihr Zeug zu verkonsumieren.
Es gibt zwar auf jeder Etage ein paar gemütliche “öffentliche” Sitzmöbel aber für Stoßzeiten absolut zu wenig.
Mein Highlight wäre die Shushi-Bar, die leider wie 80% aller Geschäfte hier nur ein schmales Nischen-Lädchen sind. Ich werd´s trotzdem irgendwann ausprobieren.
Ich kann mir jedenfalls gut vorstellen, das diese Etage gerade zu Mittagszeiten aufgrund der Auswahl von den umliegenden Firmen gut frequentiert wird. Ich kann mir aber auch gut vorstellen, das es eben aufgrund der angesprochenen Nischen zu ziemlich wüster Schlangenbildung kommen wird. Schauen mer mal…

Ebenfalls im Untergeschoss befinden sich sehr saubere und helle Toiletten, die von Sanifair bewirtschaftet werden. Man bekommen anschließend einen 50 Cent Bon, den man in “ausgewählten Läden” einlösen kann. Leider erfährt man nicht, welche Läden “ausgewählt” sind. Erst an der Info kann man ein einzelnes, laminiertes Blatt einsehen, welche Geschäfte beteiligt sind und das sind nur ca. 10 Stück – vornehmlich Klamottenläden.

Der größte Mieter befindet sich ebenfalls im Untergschoss – Saturn.
Der Umzug aus den Kaufhof-Gebäude war tendenziell schon mal sehr gut, der Laden hat deutlich mehr Platz als zuvor, ich habe aber das Gefühl, das die Regalreihen ob der Masse wegen noch enger zusammengeführt sind als vorher. Sehr unangenehm, zumal die Regalreihen auch noch höher sind und man sich irgendwie wie ein Stück Viel in einer Koppel vorkommt. Zudem ist es eindeutig zu warm da drin. Ich war schon in T-Shirt und armfreier Weste unterwegs und dennoch lief mir die Suppe den Rücken runter. Meine Frau musste sich auch der Jacke und des Pulllovers entledigen. Puhhhh…..
By the way: wenn man ob der Unübersichtlichkeit erstmal eine Weile lang die Kassen suchen muss, sollte man über eine entsprechende Beschilderung nachdenken.

Ansonsten befinden sich in erster und zweiter Etage hauptsächliche Klamotten- und Schuhläden. Müssen wohl an die 50 sein. Wäre ja schön, wenn es Gebrauchsklamotten wären aber ausser C&A alles nur “Modemarken” zum großen Preis.
Wer soll das alles tragen???? Leverkusen ist nicht der Nabel der Welt!

3 Optiker und 4 Frisöre sind meinem Geschmack nach auch etwas zuviel aber die Buchhandlung Thalia mit Weltbild macht der alteingesessenen Buchhandlung Middelhauve ordentlich Konkurrenz. Während sich Middelhauve all die Jahre kaum entwickelt hat und die Räume einfach zu eng und duster waren bietet sich bei Thalia ein weiter, offener und freundlich wirkender Raum. Sehr ordentlich ist das Angebot an Hörbüchern, dafür unterdurchschnittlich die Abteilung Science Fiction, in dem Perry Rhodan und Star Wars dominieren. Dafür hat Fantasy 2 Regale mehr, wobei sich auch Pratchet zu sehr wiederholt. Der Mix ist sehr unausgewogen, das ist wieder das typische Buchhändler-Katalogsystem. Ich war je selbst einige Zeit in dem Bereich tätig und weis wie es besser geht.
Auch EDV und Technik sind in einer Regaleinheit thematisch sehr lieblos zusammengewürfelte Bücher.
Besonders positiv: Eine sehr große und bequeme Sitzecke mit Tischen und Kaffeemaschine und eine großzügige Kinderecke.

Erfreulich sind die wenigen Handyläden (fünf), die tummeln sich dafür um so dominanter in der Fußgängerzone.

Den Abschluss der Tour machen wir bei Starbucks, über den ich mich anfangs sehr freute, aber ob des winzigen Lädchens (wieder “Nische”) etwas enttäuscht war. Auch das allgemeine Angebot ist nur sehr reduziert. Den mangelnden Platz im Laden macht allerdings eine weiträumige und bequeme Bestuhlung vor dem Laden wieder wett und auch die Preise sind nicht überzogen.

Ich hasse Vancouver!

Das muss jetzt mal gesagt sein.
Es gibt nichts schlimmeres als Olympia oder Fußball-WM in unserem oligarchischen Haushalt.

Das sind dann diese Wochen, wo ich meine Frau nur noch im Vorbeilaufen im Flackerlicht auf dem Sofa sehe oder sie mich nur anspricht (vorzugsweise tagsüber am Telefon), wenn es Probleme mit dem Festplattenrecorder oder der Fernbedienung gibt.

Ansonste bin ich Luft und auch sonst ist jegliche Schallkontamintation im Umkreis von 10 Metern zum Wohnzimmer bei Todesstrafe zu unterlassen. Gegessen werden darf dann auch nur extrem weiches oder püriertes Essen, weclhes keine Kaugeräusche verursacht. Auch die Katzen haben Schnurrverbot, damit die Holde nicht einen einzigen Kommentar verpasst.

Nachts wache ich auf weil sie neben mir murmelt “…Schießfehler … aus der Loipe .. Strafpunkte .. OH NEIIIN – DAS KANN JA NICHT WAHR SEIN!!”
Und jedesmal wache ich davon auf während sie neben mir im Traum noch mal eben den Abhang herunterfährt und durch entsprechenden Körpereinsatz Tiere und Gatten aus Schlaf und Schlafzimmer vertreibt.

Ich träume schon von mich überfahrenden Eismaschinen oder das ich als Bob missbraucht werde und ich könnte schwören, heute morgen an der Ampel aus meinen blutunterlaufenden Augenwinkeln einen mich überholenden Skispringer gesehen zu haben! Ich bin fertig!

Gestern Abend als ich nach Hause kam standen meine Socken winselnd vor der Waschmaschine und baten verzweifelt um Einlass während die Katzen hohlwangig versuchten den Dosenöffner zu bedienen…

Klimakatastrophe, die Hindenburg, Eiswinter, Hochwasser, Tschnobyl, Grubenfeuer, Titanic – alles Kinkerlitzchen für Weicheier! WIR müssen hier immerhin Wochenlang Vancouver und seine Folgen überleben!!

Bei der nächsten WM nehme ich die Fernbedienung mit in die Firma .. haha!

Jugend-Basteltag

Premiere – Heute habe ich im Rahmen meinen Engagementes in der Jugendausbildung des Amateurfunkvereins zum ersten Mal eine Jugendgruppe des THW betreut.

Die Kinder/Jugendlichen mussten als erstes die verschiedenen elektronischen Bauteile kennenlenernen, haben sich an alten Platinen im Entlöten geübt und im Laufe des Tages bauten wir zwei kleinere Bausätze auf.

Ich hätte nie geahnt, das einen zehn Kinder sieben Stunden am Stück auf Trab halten können. So oft wie ich mich im Kreise drehen musste um allen Anfragen gerecht zu werden hätte ich eigentlich ein Schleudertrauma erleiden müssen :-)

Auf der anderen Seite war ich froh, das alle Kinder großes Interesse an der Materie hatte und sich die ganze Zeit mit viel Freude und Geschick beteiligten …

Ich freu mich jedenfalls schon auf den nächsten Aktionstag!

thw

Daisy kütt ..

schneekatzeMal abgesehen davon das eine unserer Katzen auch Daisy heisst und ein ebenso unbändiger Wirbelwind ist lache ich momentan schlapp über die Panikmache über das gleichnamige Tief, das den Untergang des winterlichen Abendlandes mit sich bringen soll.

Während gestern schon Sondersendungen liefen und über meterhohe Schneefälle nebst gigantischen Windgeschwindigkeiten und Temperaturen in der Nähe des absoluten Nullpunktes fabuliert wurde beschied sich das Ausmaß der heutigen Katastrophe in 2 mal Schneeschippen bzw. fegen.
Beim Samstagseinkauf war es wunderbar leer, da den Medien nach alle Leute gestern bereits Hamsterkäufe tätigten und sich für das Wochenende eingeigelt haben.

Mal ehrlich – wir leben nicht mehr 1922 oder 1946 sondern in 2010. und zumindest hier im Kreis Köln/Leverkusen solte es schon sehr schwer fallen, vollkommen von allen Versorgungseinrichtigen abgeschnitten zu sein. Warum soll ich dann bitte unnötige Vorräte bunkern und Notstromagregate und Campingausrüstungen besorgen? Der längste Stromausfall, den ich vor einigen Jahren erlebt hate, dauerte gerade mal 3 Stunden – in der Zeit werde ich weder erfrieren noch verhungern…

Allerdings sind die hiesigen Lager an Streugut leer, so das man es sich dann doch verkneifen sollte unbedingt mit dem Auto zu fahren, wenn es nicht wirklich sein muss und wenn es am Montag eben kein durchkommen mehr gibt bin ich der letzte, der Blech und Gesundheit riskiert, nur um in´s Büro zu kommen.

Interessant ist auch dem momentane Salzmarkt. Da eben kein Streusalz mehr zu haben ist greifen die Leute moentan palettenweise zu Speisesalz. Wäre ich Supermarktleiter würde mich angesichts von Angebot uind Nachfrage nicht schämen, locker 5 Euro pro 500g Paket zu nehmen :-)
Zum Glück habe ich aus den Vorjahren noch 20kg zuzüglich mehrerer Eimer des Hausvorbesitzers unter der Kellertreppe in Reserve, wobei ich aber mehr für Schippen und kehren denn für Streuen bin. Gestreut wird nur, wo Eisplatten entstanden sind und wirklich Gefahr droht…

Ansonsten rate ich einfach einfach “cool” zu bleiben, es sich gemütlich zu machen und die Panik den Lesern der Bildzeitung zu überlassen….

Ein fröhliches Neues!

Ich wünsche allen Mitlesern ein gutes neues Jahr 2010

mall