Azyklisch bin ich diesmal am Samstag Mittag ins Kino gegangen. Auf der Vorbestellungssseite war zu erkennen, das bereits die Sonntagmittagsvorstellung ebenso wie alle anderen Vorstellungen fast ausverkauft waren.
Ausser … eben Samstag 12 Uhr. Vielleicht liegt es daran, das heute bei uns um die Ecke das letzte Bayer-Werkself Spiel der Saison stattfindet und die andere Hälfte der Bevolkerung auf fast-last-minute Weihnachtseinkauf ist.
Dementsprechend und ganz entgegen meiner Befürchtung waren nur 12 Leute im 2er Kino welches 155 Plätze fasst. Mein heutiger Platz war “Oben Mitte” – ganz einsam und hervorragender Blick. mit Ellenbogen- ud Beinfreiheit.
Eigentlich wollte ich letzte Woche “Planet 51″ sehen, wurde aber dann daruf aufmerksam, das dieses Wochenende “Avatar” in 3D läuft. Klasse!
Regie: James Cameron – das verspricht erste Sahne an der Kamera und an den Effekten.
Und Tatsache – was für ein Film – ich fürchetet bei einer Überlänge von 160 Minuten irgendwann quälende Langeweilse im letzten Drittel aber ich wurde glücklicherweise enttäuscht. Bis zur letzten Minute Spannung pur und Bilder die einen fesseln.
Dieser Film ist eindeutig der Maßstab einer ganz neuen Generation von Kinofilmen.
Noch nie waren Animationtechnik und 3D-Effekte so realitätsnah, daß man meint, mittendrin zu sein und sich gar keine Gedanken mehr darüber macht, daß die Animation besser sein könnte. Nein, hier wurde der Olymp des modernen Animationsrealismus geschaffen.
Die 3-D Effekte waren nicht effekthaschend sondern einfach “natürlich” wie Licht und Farbe. Endlich hat mal einer kapiert, wie man die Technik so einsetzt, das man sie sieht aber nicht davon belästigt wird.
“Es ging nicht um die andere Welt, sondern um die Nahaufnahmen”, sagt Produzent Jon Landau. “Darum, dass das Publikum den Charakteren in die Augen sieht und die Seele erkennt.”
Ich bin wirklich überwältigt! Unbedingt in 3D ansehen, es lohnt sich!!
Der Eintritt war wie immer nicht billig aber ich gehe ja auch nicht jede Woche ins Kino und Fressalien kaufe ich da ja eh nicht.
10 Euro Plus 1,50 Euro für “Brillenhandling”![]()
Letzteres gibt einen Punkt Abzug in der Wertung des Kinos. Ich habe gesehen, wie für die 1,50 Euro die Brillen saubergemacht wurden:
Brillen in einen Pappkarton, darauf mit einer unbezeichneten Sprühflasche (übrigens die selbe wurde in der Fressalienabteilung benutzt) gesprüht und dann mehrmals durchgeschüttelt.
Das soll sich dann “Reinigung und Desinfektion” nennen…
Meine Brille war jedenfalls so was von verschmiert, das ich sie erst mal mühsam nachpolieren musste.
Aber was solls – das Ergebnis zählt und den Film kann ich nur weiterempfehlen!