Nicolas Cage finde ich als Schauspieler immer wieder bemerkerkenswert und weis natürlich auch, das nicht alle Filme mit ihm besonders gut sind.
Da hatte ich mich vor einiger Zeit – aufgrund der raffinierten Trailer auf “Knowing – die Zukunft endet jetzt” gefreut.
Der Handlung war Anfangs noch Ordnung und schien Spannung zu verbreiten, dann gltt der Handlungsbogen aber immer mehr ins Groteske ab. Krude Weltuntergangsszenarien, Verschwörungstherorien, Koordinatensysteme von Kindern aus den 50er Jahren und – uargh hilfeee – Ausserirdische mit Selektionszwang.
Der Film war – abgesehen von ein par ordentlich gemachten Actionszenen – so was von grotesk unterirdisch, das ich mich am Ende zum spontanen Ausruf “Was für ein scheiss Film!!” hinreissen lies, was spontan Applaus im Kino hervorrief. Das sagt schon einiges…
Ebenfalls ein Film, den man zur Rettung der Erde am besten in einen Vulkan werfen sollte ist “Transformers – Die Rache”, den ich als Presse-Screener bekommen habe.
Der Erste Teil von Transformers war noch mit viel Mühe anzusehen, auch wenn man selbst am liebsten eine große Schere genommen hätte um unsäglichen Quatsch rauszuschneiden.
In diesem Teil wäre dabei ausser dem Abspann nicht mehr übriggeblieben.
Ich weis nicht, ob hier ein pubertärer-Teenager Film mit Technikkomponenten im Vordergrund stand oder einfach nur eine Horde ausgeflippter CGI Insassen aus der Gummizellenabteilung eines Filmstudios Freigang hatte.
So viel grotesken Unsinn am Stück habe ich selten gesehen, höchstens bei Pipi Langstrumpf aber da machte es wenigstens noch Sinn und Spass im Gegensatz zu den hier aufgeführten Späßen, die so flach sind, das man sie unter der Tür durchschieben kann.
Der Film flog bei mir nach knapp der Hälfte an Spielzeit aus dem DVD-Player und wurde sofort fachgerecht in der Mikrowelle vernichtet, mit der Flex in unzählige Stücke zerschnitten und die Überreste an verschiednen Stellen der Stadt begraben, so das die Stücke nie wieder zusammengefügt werden können….
Die ultimative Zitrone bekommt allerdings der Film “2012 Doomsday“. Es handelt sich dabei nicht um den aktuellen Kinofilm von Emmerich sondern um eine very lultralow Budget Verfilmung des gleichnamigen Buchstoffes aus der Hand eines völlig verkifften Regisseurs.
Heraus kam ein “C” Movie mit uninspirierten und hirnlosenen quatsch faselnden Schauspielern vom hinteren Ende der Casting-Warteschlange , miesen Effekten, einer abstrus unterirdisch schlechten deutschen Synchronisation und wild durcheinandergequirlten mystischen Sagen und lauwarm aufgebrühten Weltuntergangszenarien aus der untersten Schublade lang abgegriffener Katrastrophenschnipsel.
Das mit dem Maja-Kalender, der 2012 endet kannte ich ja schon und spontan zu drehen aufhörende Planeten mit Erdbeben, gigantischen Huricans und Vulkanausbrüchen sind ja inzwischen ein alter Hut aber die Figur eines von Maya-gefertigten gekreuzigten Jesus aus dem Jahr 300 vor der eigenen Geburt die dazu benutzt wird in Indiana-Jones Tradition eine Pyramide zu öffnen schlägt dann erhebliche Mengen aus dem Gutgläubigkeitskonto der Zuschauer…
Groteskbeispiel: Mann mit einem tennisballgroßem Loch in der Brust schaut sich die Extrem-Perforation relativ gefasst an, die Frau neben ihm: “Oh Alex- Du darfst nicht sterben!” - Er: “Oh Sarah – bete für mich – bitte”) – Dialoge wie aus den 40er Jahren.
Brrrr … Gruselig, was in letzter Zeit so alles in die Kinos kam!
Da sagste was
aber natürlich sind Raubmordkopierer alleinig schuldig das immer weniger Leute in die mit Bewegtlicht ausgestatteten Nachobuden pilgern.
Ich glaub viele von diesen Machwerken hat vor dem Release niemand gesehn der nicht auf Koks oder anderem Zeug is …
Wenn man dann so Kinosachen aus den 90ern (oder so) sieht wird man beinahe wehmütig …
Na, auch in den 80ern und 90ern gab es extrem schlimme Filme.
Meinen ersten Videorecorder (Beta) hatte ich 1984, vor ein paar Jahren auch meine eigene Videothek.
Ich kann nicht behaupten, das die schlechten Filme heute wirklich schlechter sind als die der vorherigen Jahrzehnte aber früher war man wenigstens so ehrlich, diese Machwerke eindeutig als “B” oder “C” Movies zu brandmarken und trotzdem wurden sie geschaut ohne weil man keine Erwartungen vorgab, die nicht einzuhalten waren.
Raubkopierer gibt es seit es Videokassetten gibt.
Ist ja heute verjährt aber im Sony-Servicecentrum in Köln gab es Mitte der 80er schon einen Daumendicken Katalog, wo man sich als “interner” (oder mit Beziehungen dahin) so ziemlich alles raubkopiert ausleihen konnte, was es auf dem Markt gab ..