Mist, hab heute meine Brotdose zu Hause vergessen.
Aus dem Morgennebel im Halbdunkel lacht mich eine Bäckerei aus einer Seitenstrasse an.
Ich parke ein paar Meter weiter und vor der Bäckerei steht eine Klapptafel “10 Brötchen – 1,99€”. In der Bächerei:
- Guten Tag der Herr, was darfs denn sein?
- “Einmal 10 Brötchen bitte”
Verkäuferin packt die Brötchen ein
- “Die sind heute sehr groß, ich muss ihnen 2 Tüten geben”
- “Ich werde es überleben… ”
Nachdem die Brötchentüten auf der Theke liegen und 2 Euro in die Hand der Verkäuferin übergegangen sind, stehe ich nun erwartungsvoll mit geöffneter Brieftasche da.
-”Brauchen sie noch was?”
-”Ja – einen Cent”
-”Die Brötchen sind heute im Angebot, 5 Stück für einen Euro”
-”Das Schild da draussen sagt aber was anderes”
-”Ach da Schild … ja das ist von gestern”
Das ist so der Augenblick, in dem die Zahnräder in meinem Kopf nicht mehr ganz synchron laufen.
Das Brot von gestern meist preiswerter ist mag mir einleuchten, das aber Preise von gestern aber heute teurer sind als ausgezeichnet mag nicht so recht einrasten und mit dieser Erkenntnis des frühen Morgens konfrontiere ich die Verkäuferin, die daraufhin einen etwas genervten Eindruck macht.
-”Das ist doch nur ein Cent!”
-”Und bei geschätzten 75.000 Bäckereien in Deutschland macht das mal eben 750 Euro, die irgenwie verdampfen”
-”Ja wenn Sie darauf bestehen…”
meint sie etwas Schnippisch und gibt mir mit spitzen Fingern einen Cent zurück.
Ich nehme den Cent, werfe ihn in die Spardose der “Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger” auf der Ladentheke, deren Dienste ich wohl trotzdem nie in Anspruch nehmen werde und gehe mit 10 Brötchen zu 1,99 Euro meines Weges.
“Nach mir die Sintflut” kann ich da nur noch sinnbildlich verlauten lassen.
Solange die Deutsche Staatskasse mit unrentablem Kohlebergbau geschröpft und diese Kohle dann in ganadenlos veralteten und unwirtschaftlichen Kohlekraftwerken unter minimaler Wirkleistung bei maximaler Emmission verfeuert wird kann mir diese ganze Lügennummer von wegen Klimaschutz mal kreuzweise den Buckel runterrutschen.
Solagne Walhlversprechen wie den “garantierten Abbau von Atomkraftwerken” ohne Aufheben wieder rückgängig gemacht werden braucht mir kein Brüssel zu kommen und mir erzählen, wie böse meine Glübirnen und wie energiesparend dagegen die Quecksilberhaltigen Energiesparleuchten mit dem Charme einer Leichenhausbeleuchtung sind.
Da ich nie in den Urlaub fahre, erlebe ich ja dann vielleicht noch, wie das Meer dann statt dessen zu mir kommt.
Und solange die Winter so milde bleiben brauche ich mir auch keine Gedanken darum zu machen, ob ich als Rentner nach Malle ziehe.
Interessanter Bericht auch anderorten:
Apple verweigert den Rechnern von Rauchern die Gewährleistung (http://www.netzwelt.de/news/81245-apple-keine-garantie-raucher-rechner.html)
Natürlich nicht hier sondern in den Staaten.
Es wird argumentiert, das Nikotin und Teer, die sich in solchenReparaturgeräten befinden, in der Liste gesundheitsgefährdender Stoffe sind und daher die Mitarbeiter in den Reparaturcentern gefährden können.
“Nungut” – könnte man argumentieren – “Dann sollen sie sich Handschuhe anziehen”
Auch hier schütelt Apple eine Erklärung aus dem Ärmel: “Optische Medienabspieler (vulgo “DVD-Laufwerke”) werden durch die Ablagerungen nachhaltig verschmutzt, was zu frühen Ausfällen führen kann. Das selbe gilt auch für die empfindliche Elektronik, die mit einem Nikotin-Teerbelag überzogen wird und z.B. zu Überhitzung, Kurzschlüssen und der Verstopfung von Druckausgleichöffnungen bei Festplatten führen kann.
Und in dem Fall muss ich einfach zustimmen.
Selbst jahrelang Raucher (nun lange schon EX) gewesen kenne ich die geschilderten Auswirkungen von beiden Seiten.
Als ich noch die Bude wie Helmut Schmidt zuqualmte sind mir die CD-Player wie die Karnickel gestorben. Lesefehler- Exitus. Selbst fachmännische Reinigungsversuche scheiterten kläglich. Also schon nachvollziehbar.
Als Servicetechniker bekam ich manchmal Rechner in die Hand, die man an einem Bindfaden ander Decke aufgehangen als Fliegenfänger hätte verwenden können, so sehr haben die geklebt. Lüfter festgefahren, Elektronikausfälle, defekte Netzteile etc – seltsamerweise gehäuft bei Raucherrechnern.
Wenn dann noch Tiere im Haus waren, vermengt sich die zähe Masse mit den Haarbüscheln und dann ist der Hitzetod nicht mehr weit weg.
Wenn ein neuer Rechner nach einem halben Jahr von innen schon aussieht wie die Paarungshöhle vom Marder in der vierten Saison kann bitte kein Kunde von mir verlangen, das ich den geschrotteten biochemischen Supergau auf Gewährleistung beseitige…
Nachdem sich Jack Wolfskin sich durch massenhafte Abmahnungen bei privaten Anbietern Textiler Hobbykreationen mit Pfotenabdrücken (Hund Katze Maus..) im Gegenzug eine eklatante Klasche durch die Blogsphäre einhandelte und dannach panisch zurückruderte hat nun die Stadt Augsburg ihre Narrenkappe wohl etwas verfrüht übergestülpt.
Michael F., ein Bewohner der Stadt Augsburg, plante einen privaten Weblog mit der Domain “augsburgr.de” zu betreiben, die er sich bereits im Vorfeld registriert hatte. Als braver Büerger – um Ärger aus dem Weg zu gehen – dachte er sich wenigstens der Form halber zu erkunden, ob die Stadt Augsburg etwas dagegen hätte und stellte eine entsprechende Anfrage an die offiziellen Stellen.
Die Stadt Augsburg reagierte auch sehr freundlich, in dem sie Michael F. unverzüglich eine anwaltiliche Abmahnung mit einem Streitwert von 50.000 € zukommen ließen nebst einer Anwaltsforderung über 1890 € und der Abgabe einer Strafbewehrten Unterlassungserklärung.
Die Stadt Augsburg verteidigt ihre Reaktion als Vertoß gegen das Namensrecht und bewertet den Streitwert und die Folgen für Michael F. noch “als Moderat”.
Seltsamerweise findet man nach kürzester Zeit verschiedenste Domains, die mit der Stadt Augsburg weder verwandt noch verschwägert sind und trotzdem den vollen Namenszug “Augsburg” im Domainnamen finden.
So z.B. die Domain “augsburg-air.de”, ein Ableger der Lufthansa und damit ein Wirtschaftsunternehmen. Aber hier würde die Stadt Augsburg garantiert nicht gegen einen Branchenriesen unternehmen, der jegliche juristische Streitigkeiten alleine aus monetärer Lage heraus in der Luft zerreissen oder so lange führen würde bis die Kase der Stadt leer ist.
Daher legt die Stadt Augsburg ihren Begriff der Bürgernähe momentan wohl so aus, daß man lieber nach unten tritt als die Bürger an ihrer Seite zu sehen.
Ich kann nur hoffen, das es noch genug an weiterer negativer Berichterstattung zu dem Thema geben wird bis den Stadtoberen klar wird, mit welch unterschiedlichen Maßstäben an Rechtsbildung sie sich hier verhoben haben.
Dazu genuscheltes