Monatsarchiv: Oktober 2009

Sabrina

Sie heist Sabrina.
Damit sie sich jeden Morgen daran erinnert, hat sie eine goldene Haltkette mit diesem Namenszug um den Hals hängen.

Sabrina ist nämlich blond.
Nur das will sie nicht zugeben und färbt ihre Haare schwarz.
Dummerweise ist es kurz vor Monatende und sie hat wohl kein Geld mehr für das Färbemittel.
Daher wachsen die Haare deutlich sichtbar in der Naturfarbe nach.

Sabrina hat leider auch kein Geld für das Solarium.
Sabrina hat aber Geld  für Selbstbräuner.
Sabrina sieht aus wie ein Karnevalsneger mit Fleckenpest
Um davon abzulenken hat Sabrina ihren Kajal-Stift so um die Augen herum ausgedrückt das sie Alice Cooper schon sehr ähnlich sieht.

Sabrina hat auch Angst zu ersticken.
Damit sie nicht vergisst zu Atmen kaut sie Kaugummi.
Mund auf Mund zu – Schmatzgeräusche – Mund auf Mund zu.

Irgendjemand sollte Sabrina auch erzählen, das man nur die Lippen, nicht aber die Zähne mit Lippenstift verputzt.

Sabrina hat aber andere Probleme.

Die Kasse ist kaputt und nun soll sie 2 Brötchen zu 1,75€ und 2 Knusperstangen zu 90 Cent zusammenrechnen.

Sabrina hat schon immer gerne geträumt.
Besonders in der Schule.
Von der Karierre als Modell.
Von Partys unter Palmen.
Schule ist doch was für Looser.

Sabrina würde jetzt schwitzen – wäre da nicht die wasserundurchlässige Sperrschicht aus der aufgeschminken Grundierung die ihr Gesicht in eine Maske verwandelt.

Wie das Kaninchen auf die Schlange starrt sie auf die Zahlen vor ihr auf dem Block.

Als sie anfängt mit den Fingern zu rechnen und mein Magen zu knurren anfängt sage ich:
“Vier Euro Dreissig”

Ich gebe ihr Vier Euro Fünfzig – “Stimmt so”!
Sabrina murmelt ein kaugummiverwaschenes “Danke” und nimmt das Geld mit einer Fingernagelbekrallten Hand entgegen.

So lange die Kasse defekt ist werde ich hier nöch öfters einkaufen.
Morgen werde ich eine gemischte Tüte Brötchen zu jeweils verschiedenen Preisen bestellen.

Ich freu mich schon…

Halloween – Nein Danke!

Halloween fand ich – zumindest bis zum 3. Teil – in den 80ern als Horrorfilm noch ganz passabel.
Zu der Zeit gab es hier diesesen importierten Kommerzmüll unter dem Denkmantel alt-christlicher Rituale aus den USA noch noch nicht und die Kinderlein gaben sich noch ganz schlicht mit Sankt-Martin zufrieden (auch wenn mir selbst immer die Laternen mit den Kerzen abgebrannt sind…)

Seit einigen Jahren klingeln nun  Horden angetrunkener Jugendlicher oder spätkarnervalistisch schlecht kostümierter  Kinder “vor der Zeit” an der Tür, wollen “Süsses oder Saures”, werfen Eier an die Häuserwände und/oder zertrampeln Vorgärten und sind kackfrech wenn man nix gibt.
Ebenso völlig grenzdebile Dekorationen mit innenbeleuchteten Kürbissen, Skeleten, Spinnen oder anderen heidnischem Ritaulkrempel aus Plastik.

Ich werde mich dem jedenfalls nicht erschließen und schließe mich statt desen der “Halloween – Nein Danke” Bewegung an.
Hier beim Fährtensucher findet man für Gleichgesinnte zum Ausdrucken das passende Schild, welches man sich an die Haustür hängen kann:

halloween
(auf das Bild klicken, PDF aufmachen, ausdrucken, fertig… danke fürs Werk an das entsprechende Blog!)

Mein Haus, mein Boot, mein Zaun

“Wir haben das Problem, das sich die Bevölkerung mehr absichern muss, weil das Driften der sozialen Schichten zu stark wird…”

Ein echt knackiger Kernsatz, der am Schluss als Begründung fällt, warum Monetär bessergestellte Personen lieber hinter hohen Zäunen leben.
Zu sehen in diesem Spiegel-Video:
http://www.spiegel.de/video/video-34064.html

Amateurfunk

Vor längerer Zeit bin ich durch die Arbeit in Leverkusens letzten Elektronikladen zur Funktechnik gekommen.
Damals war CB-Funk noch sehr verbreitet und auch ich habe mir eine 5/8 auf das Dach gestellt und mit meiner AE8000 Funk und PR unsicher gemacht.

Mein Spieltrieb wurde aber größer und so wollte ich mich auch mit anderen Wellenbereichen und Betriebsarten beschäftigen.  Zunächst begann ich mit einem Scanner und einem Kurzwellengerät dem Empfang von RTTY, PSK31, SSTV auf UKW und KW – später auch noch mit Satellitentracking  und NOAA Wetterfaxempfang. Beim Antennenbau arbeitete ich mich durch den Rothammel und erarbeitete mir verschiedenste elektronische Hilfsmittel.

Eigentlich war ich auch schwer entschlossen, die gr0ße Amateurfunklizenz zu machen und hatte mit dem Icom IC746 ein wahnsinig gutes Gerät zu Hause stehen. Leider war zu der Zeit die CW (Morse) Prüfung in geben und hören noch Pflicht. Und daran bin ich letztendlich auch gescheitert. Es gibt einfach Dinge, die ich nicht beherrsche und das gehört halt dazu.

Mittlerweile haben sich die Bedingungen zum Entzetzen der Hardlinder geändert, so das CW keine Pflichprüfung mehr für die neuen deutschen A &E Klassen ist.

In Leverkusen ist der Ortsverband G11 des DARC mittlerweise fest in die Räume des THW an der Schlangenhecke eingezogen.
Vor zwei Wochen bin ich dann als Gast zu einem Monatstreffen (OV-Abend) gegangen um mir ein Bild davon zu machen.
Kurzum – es hat mir sehr gut gefallen und ich denke, ich werde dort mitmachen und auch Mitglied im IGEL E.V. werden, welcher der Forderverein ist, der die Räume finanziert.

Ab Januar startet in den Räumen der neue Lizenzkurs und ich hoffe, dann  irgenndwann Mitte 2010 die Prüfung abzulegen.

Aus dem Nebel…

nebel

Meine Güte …
Jetzt habe ich hier seit über einem Monat nichts mehr eingetragen.
Nicht das es nichts zu Schreiben gegeben hätte aber ich hatte nunmal alles Mögliche um die Ohren, da muss man Prioritäten setzen.
Ich schau mal, das ich die nächsten Tage ein wenig vom Vergangenen hier nachtragen kann…