Monatsarchiv: Juli 2008

Gülli ist da!!

Heute kam dann etwas unvorbereitet der Anruf vom Spediteur, er würde so in einer Stunde bei mir zu Hause aufschlagen. Hmm .. ich war aber gerade auf Arbeit. Also kurzerhand Feierabend gemacht und gerade als ich zu Hause aus dem Auto stieg, kam der Laster auch schon an.

Ausgeladen, begutachtet, Motor starten lassen udn soweit erst mal prima.
Bezüglich des Tüv-Berichtes gab es einkleines Problem, von dem ich hoffe, daß es morgen keine Auswirkungen khat, da ich die Karre wegen der Öffnungszeiten erst morgen zulassen kann.
Dafür war ich dan noch schnell bei unserer Versicherung im mir für die Anmeldung einen Versicherungsnachweis zu besorgen. Boah ey – wahnsinnige 48 Euro Versicherungskosten pro Jahr. Steuer ca. nochmal das Selbe.  Ich glaube, damit kann man leben…. :smile:

Ich bin Wiederholungstäter aus Überzeugung. Die gute CX500 C  hatte ich schon mal gehabt, auch gleiche Farbe, nur besserer Gesamtzustand. Dummerweise musste ich sie aus finanziellen Gründen später wieder verkaufen.
Die Mühle ist halt ziemlich ungepflegt. Muss ich in Ruhe und nach und nach wieder saubermachen und aufpolieren.

Morgen also zulassen und am WE werde ich mich dann erst mal langsam wieder eingewöhnen. Ein bisschen Kurven fahren, Bremsen üben etc.

Pimp my Waschtisch

Unseren schönen Waschtisch hatten wir im Vorherigen Haus direkt an der Wand stehen.
Die neue Installation ist aber eine Vorwandinstallation und daher haben wir jetzt einen Vorspung im Bad, was ja nicht so schlecht ist, die Montage unseres Waschtischspiegels und des Wandschrankes aber erschwert.

Gelöst habe ich das Problem mit Gewindestäben, die mit chemischem Anker für die Ewigkeit eingedübelt sind.
Sieht von hinten zwar verboten aus, hält aber bombenfest. Zudem wird die Seite dan noch später verblenet. Fällt dann also gar nicht mehr auf.

Akte-X – Das war wohl nix

“Akte X – Jenseits der Wahrheit” lautet der Titel des neuen Akte-X Films.

Eigentlich sollte der Film “Diesseits der Langeweile” heissen.
Was für eine Verschwendung von Geld, Zeit und Schauspielern….

Da der Film weder einen nachvollziehbaren Handlungsbogen noch irgendetwas, was man als “Spannung” betrachten kann, verstehe ich nicht, wie man darum so einen Hype machen kann.

Also ehrlich gesagt… das Unheimlichste für mich persönlich waren die gealterten Protagonisten Mulder und Scully.
Ein Blick in den Spiegel verrät mir: “Ja – seit 1993 sind uns einige Falten das Gesicht heruntergelaufen”. David Duchovny ist nun auch nahe den 50 und Gilian Anderson so alt wie ich. Vorbei der Jungenhafte Charme des Mulders. Hinweggefegt das leicht mädchenhafte, pausbäckige Wesen der Scully. So ist sie nunmal, die Zeit. Sie rast und rast und nimmt die Jugend mit sich hinweg.

Sorry … eigentlich will ich ja vom Film erzählen :oops:

Wer erwartet, hier werden 6 Jahre nach Ende der Serie die letzten Ultimativen Fragen von Akte-X offengelgt und grosse Geheimnisse gelüfet- spart euch das Geld!

Es fängt damit an, das in einer Winterlandschaft eine Frau in einer Garage angegriffen wird. Schnitt. Eine Horde FBI-Leute durchsucht mit Stangen den Schnee auf der Suche nach einem Körper.
Plötzlich preschet eine alte, bärtige Gestalt vorbei und rennt vorweg, lässt sich in die Knie sinken und deutet auf eine Stelle mitten im hohen Schnee. FBI-Leute graben einen Arm aus. Schnitt.

Sculy arbeitet als Medizinerin, Mulder hat sich irgendwo auf der Flucht vorm FBI vergraben, als Scully vom FBI kontaktiert wird, daß nur Mulder helfen kann die verschwundene FBI-Agentin zu finden (s.o.)

Ab hier wird es nur noch verwirrend. Ein pädophiler Pater mit hellseherischen Fähigkeiten, undurchsichtigen, warscheinlich osteuropäischen Ärzten in einer Scheune, einem Organtransporteur auf der Flucht und immer wieder in Szenen zerissene Handlungsstränge, die nicht wirklich Sinn machen und schon mal gar nicht spannend sind. Bis auf die Stelle mit dem in einen Eisblock eingefrorenen Körperteilen.  Aber für eingefleische Fans des Genres einfach nur zum gääääääähhnen. Irgendwie hatte ich gehofft, das noch irgendwas Unheimliches nachkommt. Aber nada. Gar nix.

Ansonsten macht der Film eher den Eindruck eines Gemisches von Dr. Frankeinstein trifft Romeo und Julia (Unheimlich viele romantische Szenen mit Mulder und Scully)

Wertung: Absoluter Bockmist!

Preiset den Dollar, kauft Schallplatten!

Vor gut 3 Wochen versuchte ich auf eBay oder einem anderen Online-Vinyladen “Karma” von Pharoa Sanders als Original 1969er US-Pressung von Impulse zu bekommen.
Ich hatte mal die CD und ich wollte unbedingt die Platte haben & hören.

Schockiert sah ich Preise zwischen 45 und 57 Euro. Schlechte in G+- etwas preiswerter aber das wir mir dann etwas zu happig!

So schaute ich dann in eBay USA nach und fand – “Karma” 1969 Impulse für nur 13 Dollar und das noch originalverschweisst incl. Poster und Texten. Auf der Rückseite steht leicht eingeprägt “For Promotion only, Ownership preserved by MCA”. Scheint also noch mal was Besonderes zu sein.

Beim gleichen gewerblichen Plattenanbieter fand ich dann auch noch Jumi Hendrix and Curtis Knight “Get That Feeling” in EX+ für 10 USD (eBay Deutschland 35 Euro!) und noch eine andere interessante Platte. Alles zusammen incl. Porto aus USA $54 oder ca. 37 €.

Bei solchen Schnäppchen kommt wieder Freude auf :mrgreen:

Karma – Pharoa Sanders

Ich weis nicht mehr, warum ich mir mal die CD-Version dieser Platte Anfang der 90er gekauft hatte. Auf jeden Fall meisselte sich das Stück “The Creator has a Master Plan” in mein Hirn ein, wo es auch auch nicht mehr herauszuholen ist. Geniale Anlehnung an John Coltraine aber wieder etwas für die Zeit völlig Neuss im Bereich des “Ethno-Jazz”.

Get That Feeling – Jimi Hendrix and Curtis Knight

Als Original Platte sehr rar, als CD dagegen häufig zu bekommen.
Diese Platte stanmmt aus der Zeit der PPX Studiosessions. Also ein sehr früher, junger Hendrix.
Es geht das Gerücht um, das ein mittelklassiger Bluessänger namens Curtis Knight einen erfolglosen und etwas heruntergekommenen Jimi Hendrix in einer Hotel-Loby traf, ihm eine Gitarre lieh und sie die daraufhin die nächsten 2 Jahre lang immer wieder zusammen spielten.

Aus dieses Tagen stammen die PPX Publishing Mitschnitte, in denen Jimi die Gitarre und manchmal auch andere Intrumente spielte und Curtis Knight den Gesang übernahm.

Nicht alle PPX-Mitschnitte sind wirjklich gut. Das später in den 90ern herausgekommene Sammelwerk mit 5 CDs enthält leider auch viel Müll. Aber diese Platte hier ist wirklich gut. “Simon Says” oder Strange Things” sind meine persönlichen Hightlights.

Jepp – And now to something very stange!
The Gil Evans Orchestra plays the Music of Jimi Hendrix

Mein Gott – Richtig fetter Big Band Sound, Rockgitarre, Posaune und Fusion-Jazz passen auf dem ersten Blick zu Jimi Hendrix wie Erdbeereis zu Schaschliksoße.

Hintergrund ist aber, daß Jimi ursprünglich eine Jazz-Platte mit Gil Evans herausbringen wollte, was aber leider an Jimis Ableben scheiterte. Gil lies sich aber davon nicht beeindrucken und produzierte “mit dem Geist von Jimi” dieses eigenwillige aber sehr überzeugende Album mit hochkarätiger Besetzung.
Keine “in the Style of” sondern “With the Spirit of the Power” konstruierte Platte, die eigentlich keinem Jimi-Fan fehlen sollte!!!

Selbst mir als ewig nörgelnder Skeptiker gefiel das Album Schlichtweg “von der ersten Rille an”
Sollte es jemand finden – Kaufen!!

Hommage an Nico

Eine schöne Hommage an Nico (bürgerlich Christa Päffgen) findet am 13. September in Köln statt.

Den Bekanntheitsdurchbruch bekam Nico als Sängerin der Gruppe “Velvet Underground” mit eben dieser Platte “The Velvet Undergroun & Nico” mit Lou Reed, produziert von Andy Warhol.
Das vielleicht psychadelischste Album seiner Zeit und eine meiner persönlichen Top-10 Platten

Zugegeben. Als Fotomodell war Nico top, als englischsprachige Sängerin extrem schräg und als Mensch und Mutter später eine verlorene Seele. Dazu gibt es ein recht tragische Geschichte:

Ihr Sohn “Ari”, der 1962 aus der Liason mit Alain Delon hervorging – welcher immer bestritt, der Vater zu sein – wurde wegen des rastlosen Lebens der Mutter von Delons Eltern adpotiert. Alain Delon bracht darauf hin jeglichen Kontakt zu seinen Eltern ab.

Ari wird ständig hin und her gerissen zwische den Delons, Nicos Muter auf Ibizza und nachdem diese starb wieder mit Nico durch das unstete Leben zwischen Parties, Nachtleben und allen möglichen Städten und Kontinenten.
Zu ihren Liebhabern zählen u.a. Jim Morrision, Brian Jones, Lou Reed, Jackson Browne,
Nico sah in diesem Lebensabschnitt Ari wohl eher als Hindernis und schob ihn wieder zu den Delon ab.

Nico wurde extrem Drogensüchtig und war letztendlich hochgradig heroinabhängig.
Um 1980 herum, als Ari volljährig und geprägt durch das Leben seiner Mutter ebenso ziel und rastlos wie seine Mutter war, zog er mit ihr zusammen nach Manchaster, später Ibiza.
Wohl aus dem Mütterlichen Instinkt heraus, ihn nicht wieder zu verlieren, fixte Nico ihren eigenen Sohn mit Heroin an und machte ihn so jahrelang von sich und der Droge abhängig. Es gab mal ein Interview, in dem er das genau so schilderte.

1988 starb Nico geistig und körperlich durch Drogen verwahrlost an den Folgen eines Gehirnschlags.

Es gibt zwar Quellen, die davon berichteten, daß sie einen Fahrradunfall hatte oder einen Hitzschlag, aber das stimmt so nicht.

Ein tragisches Leben um Erfolg und Misserfog, Sucht und Suche, Liebe und Hass – Und dennoch von ihren Fans und vielen Musikern unvergessen, prägte sie doch viele neuartige Musikstile und -richtungen.