Monatsarchiv: März 2008

Ladenübergabe mit Magengrummeln

Eigentlich habe ich mit mit meinem Ladenvermieter immer blendend verstanden.

Bis auf heute.

Da war Übergabe der Videothek.
Da ich die Räumlichkeiten der Videothek vertraglich mit Inventar übernommen habe war ich eigentlich nicht verpflichtet, die Regale und alle anderen Einbauten zu entfernen.
als es dann zur Kündigung kam meinte der Vermieter auch noch wörtlich “Da die Regale schon drin waren brauchen sie die nicht rauszureissen.” Aber ich habe ihm aus Freunbdlichkeit angeboten alles zu entfernen.
Da das Ladenlokal eh zur Wohnung umgebauit werden soll ist der Übergabezustand eigentlich ziemlich wurscht.
Aber plötzlich wurde der K. ziemlich kleinkariert. Eine Holzverkleidung hatte ich nicht von der Wand abbekommen und drangelassen. Zudem hatte ich an die Aussentür zum Hausflur hin eine Lage Styropor angeklebt, weil die Tür – warscheinlich so alt wie das Haus von 1902 – so was von Verzogen war, daß oben gut 3cm Luft waren und der Türspalt unten auch knapp 2cm hoch war. Da hat es immer gezogen wie Hechtsuppe, es war kalt und zudem konnte man jedes gesprochene Wort hören – von jeder Seite aus.

Daran hat sich Herr K. dann gerieben und wollte für die Beseitigung der Verkleidung sowie das Entfernen des Styropors 50 Euro von der Kaution abziehen.
Erst als wir dann mal ein ernstes Wort mit ihm gesprochen und darauf hingewiesen haben , welche Arbeit wir mit dem Inventar hatten und er auf die Türproblematik nie reagiert hatte, hat er uns dann die komplette Summe sprichwörtlich sauer hingeknallt.

Mir kann keiner erzählen, daß er eine Wohnung mit einer solchen halboffenen, verzogenen Tür vermieten kann. Hätte ich gewusst, wie kleinkariert er reagiert, hätte ich das mal schriftlich als Mangel angeben und dann die Nebenkosten wegen des damit verbundenen erhöhten Heizaufwandes mindern müssen.

Als es dann zwischen den Fronten kühl wurde, meinten die beiden “Zeugen” des Herrn K. dann auch noch, daß ich verpflichtet wäre, die Aussenwerbung zu entfernen. Da war mir dann zu doof. Ich hatte meine Kaution in der Tasche, der Vertrag war beendet und ich hab nur noch gemeint, daß sie mir mir gerne mal die entsprechende Passage aus dem Mievertrag zeigen sollen.

Hab mich umgedreht und bin dann gegangen. So ein Blödsinn…

Alte Besen kehren gut

An manchen Sachen hängt man einfach.
Bei mir ist es mein Schreibtischsessel, den ich zu meinem 18. Geburtstag geschenkt bekomen habe. Seit dem verfolgt er mich seit 22 Jahren durch 5 Wohnungen, 2 Büros und einem Haus.

Und obwohl er mittlerweise etwas mitgenommen ist, hier und da aufgeschürft und vekratzt ist, würde ich ihn nichts gegen einen anderen Sessel tauschen…. Alte Besen kehren gut

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Der 20. Geburtstag

Dieses Jahr feiert Anja, meine Frau zum 20. mal ihren 2. Geburtstag.

1988, einige Wochen nach Beendigung ihrer Lehre fuhr Sie mit ihrem damaligen Freund zu einem Ausflug ins Grüne. Sas Auto war ihr erstes eigenes, ein alter, betagter Fiat 500.
An diesem Tag saß ausnahmsweise nicht sie am Steuer sondern ihr Freund, der selbst eigentlich nur Motorradfahrer war und nur wenig Fahrpraxis mit Autos hatte.
Schicksalshaft war es genau der Tag, als sie mit ihm “Schluss machen” wollte.

Bei der Auffahrt auf die Autobahn kam er ins Schleudern und das Auto rutschte mitten auf die Autobahn, wo dann mehrere Fahrzeuge hineinfuhren.
Der Sachverständig konnte aufgrund des extrem zerstörten Zustands des Autos keine technischen Mängel mehr feststellen, vermutet aber einen Defekt im Bereich der Lenkung im Zusammenspiel mit Regen und mangelnder Fahrpraxis.

Fazit war, daß der Fiat 500 keinerlei Schutz bot.

Beide Insassen waren klinisch tot.

Doch das Schicksal meinte es an diesem Tag gut. Kurz hinter der Unfallstelle fuhren zwei Rettungssanitäter auf dem Rückweg von einem Einsatz und konnten beide wiederbeleben.

Anjas ehemaliger Freund hatte Rippenbrüche und einen Lungenriss. Anja ein schweres Schädel-Hirn-Trauma, offene Kopfverletzungen, einen Arm- und einen Beinbruch.

Anja lag lange Zeit im Koma, wurde künstlich beatmet und musste nach und nach alles wieder mühsam neu lernen. Sprechen, schreiben, gehen, einfache Tätigkeiten etc.
Dazu kamen über 25 Operationen, vor allem am linken Bein, welches heute neben aussieht wie eine Mondkraterlandschaft. Aufgrund von Hygienemängeln bei einer OP kam dann eine Knochensepsis dazu, ihr Bauch wurde großflächig mit eine Wärmeflasche verbrannt (sie wog nur noch 30kg!) und bei der künstlichen Ernährung hatte man ihr mal einen Schlauch versehentlich in die Lunge geschoben, so daß sie daran fast im Krankebett ertrunken wäre, hätte meine Schwiegermutter nicht gemerkt, daß etwas nicht stimmt und solange Terz gemacht bis endlich mal ein kompetenter Arzt nachsah und sofort Notfallmaßnahmen ergriff.

Anja hat den Unfall und das Krankenhaus überlebt und musste über viele Jahre das Leben neu lernen, denn aufgrund der Kopfverletzungen und dem Koma hat sich viel für sie geändert. Nicht umsonst hat sie einen Schwerbehinderungsgrad von 90%, woran sich auch nichts mehr ändern wird.

Letzten Endes wollte sie ihre Versicherung auch noch verarschen. Man erklärte ihr, daß sie als Beifahrerin in ihrem eigenen Auto keinen Anspruch auf Schadenersatz hätte. Dem war aber nicht so. Erst mit massivster anwaltlicher Hilfe kam sie zu ihrem Recht, denn das Geld konnte sie in den Jahren gut gebrauchen. Dazu kam, daß sie zum Unfallzeitpunkt gerade ihre Ausbildung abgeschlossen hatte und seit ein paar Monaten fest arbeitete. So hat sie wenigstens auch noch Anspruch auf Berufsunfähigkeitsrente.

Aber zum Glück ist Anja eine wahre Kämpfernatur und lässt einfach nicht unterkriegen! :-)

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“Von Opladen in die Welt des Schauspiels”

Ein sehr schöner Jubiläumsartikel über das “Junge Theater Leverkusen” und meine Schwägerin Marion Bryx, die das Theater vor 10 Jahren mitbegründet hat:

http://www.leverkusener-anzeiger.ksta.de/html/artikel/1203599464856.shtml

Diese saublöde Fettkugel!

Ich muss es ja erzählen: Vorgestern habe ich mich planlos vor den Fernseher gesetzt und bin dann nach den Nachrichten bei RTL hängengeblieben: “Raus aus den Schulden”.
Wer es sich nachträglich mal ansehen will:
http://rtl-now.rtl.de/rads.php?container_id=15667

Boah – ich bin ja schon einiges gewohnt aber was da abging war nicht mehr normal.
Schulden bis zum abwinken, ER schuftet sich den Arsch ab und SIE? Liegt den Tag über faul im Bett oder surft im Internet, frisst bis zum Abwinken Süsses und Fastfood, verschleudert das Geld und ist faul wie Ratte.
Und warum nimmt sie keine Arbeit an? “Wegen der Kinder” – redet sie dich immer raus. Und wie sieht die Realität aus? Sie kümmert sich keinen Deut um die Pänz sondern benutzt sie nur als Ausrede. Dazu kommt ihre lächerliche Art nichts – aber auch gar nichts in jedem Sinne an Rat abzunehmen oder überhaupt mal die ganze Situation ernst zu nehmen. Nur immer ein dümmliches Lächeln im Gesicht “mir ist alles egal”. Da möchte man am liebsten dan ganzen Tag nur reinschlagen…
Selbst als es die Chance gibt den Schuldenberg von über 60.000€ durch eine finanzielle Leihgabe einer Verwandten mit einem Schlag loszuwerden (Gläubigereinigung) verbockt sie es, weil ihr wieder alles völlig egal ist, der Mann keinen Fuß auf die Erde bekommt und der Verwandten letztendlich Zweifel an der Rückzahlungsmoral kommen.
Die Vermieter bieten an, die Mietschulden durch Gartenarbeit abzuarbeiten – nein, darauf hat sie auch keine Lust – “wegen der Kinder”.
Und überhaupt – meint sie – seien es ja rechtlich seine Schulden, weil er ja unterschrieben hat und es sie daher gar nichts angeht. Und sie möchste sich nicht scheiden lassen, weil sie sonst möglichweweise doch noch an den Schulden beteiligt wirde. Jaja .. immer schön es sich leicht zu machen. IQ von ´ner verbrannten Kartoffel. Mehr gibts nicht zu sagen.

Oft darf ich sowas aber nicht anschauen, das ist schlecht für den Blutdruck :-(