Monatsarchiv: Februar 2008

Ladendiebe

In einem meiner gewerblichen Lieblingsblogs, dem Shopblogger liest man immer wieder über Ladendiebe wie hier z.B. und die Vorteile einer Videoüberwachungsanlage.

Das erinnert mich an meine Zeit als Verkäufer in einer Buchhandlung, wo ich für die Bereiche EDV, Technik und Software (auch Spiele) zuständig war.
Leider war der Laden rieesig, keinerlei Warensicherung vorhanden und auch keine Kameraüberwachung. Leider befand sich der Laden auch noch im Drogenmekka Kölns (Mülheim), so daß ich ganz schnell Bekanntschaft mit den BTM Jungs aber auch mit dreisten Jungeierdieben hatte.
Es fing damit an, das ich zu Begin meiner Schicht immer den Bestand an Software und Videos überprüfte und bald feststellte, daß z.B. zwar 30 aktuelle Spiele nicht mehr im Regal waren aber nur 3 davon im Kassenjournal auftauchten.
Bald hatte ich spitz, daß eine ganz bestimmte Gruppe von Schülern gegen Mittag durch die Gänge strich und mich gang genau – manchmal auch durch die Scheibe von aussen beobachteten. Die passten ganz genau ab, wenn mich ein anderer Kunde “ablenkte” oder ich schlichtweg in Mittagpause ging.
Kaum war ich wieder da, war aber jede Menge Ware weg.
Ich hatte zwar die Nummer der Zivilstreife auf Kurzwahl aber nachdem die zum 5. oder 6. mal Drogies und Schüler hopsgenommen hatten, waren die es schlichtweg leid nochmal auf Anfruf zu kommen mit dem Argument, daß sie doch nicht unsere Ladendetektive sind. Prima. Soll ICH etwas einen ggfls infektiösen oder durch Drogen unberechenbar gewalttätigen Menschen festhalten und dabei meine Gesundheit riskieren?
Auch meine Chefs reagierten nie. Eines Tages legte ich mal ganz demonststrativ einen ganzen Haufen “ausgehöhlter” Spielepackungen mit einem Verlust von ca. 1200 DM auf den Tisch (Tagesverlust!) – aber nicht die allerkleinste Reaktion darauf.
Eine Kollegin vergisst in meiner Abwesenheit nach einem Verkauf den Schrank mit den PS2 Spielen wieder zuzuschließen und zack – innerhalb weniger Stunden mal eben 150 PS2 Spiele mit einem geschätzten Wert von gut 7000 DM unter den Augen der Kunden und Kollegen geklaut. Egal – wen kümmert es.
Was wurde nicht alles unter den wenig wachsamen Augen meiner Kollegen direkt weggeklaut – mitten im Betrieb die Stereoanlage mit der Unterhaltungsmusik – keiner hat´s gemerkt. Ein ganzer Dekoturm mit eingebauter Fernseh-Videokombination – Spurlos durch den Eingang hinweg verschwunden. Ganz dreiste Drogies brechen sogar in den Aufenthaltsraum ein und klauen dort die Habseligkeiten der Mitarbeiter und wenn die erwischt werden murmeln die was von “Toilette gesucht” und verschwinden ganz schnell wieder.
Super – meine Abteilung macht nur noch Verluste, den Chefs war es egal und die  Ladendiebe machen sich auch noch ganz offen lustig über mich. Irgendwann war ich dann so über die Kante frustriert, daß mich sogar schon gut organisierte 2.Klässler im Pulk bestehlen daß ich einfach keine Lust mehr hatte mich noch darum zu kümmern und bald darauf bin ich dann auch gegangen, daß war einfach nicht mehr zu ertragen…

Es wäre schön gewesen, wenn ich wenigstens Tageweise eine Videoüberwachung und einen echten Türsteher gehabt hätte. Ich hätte innerhalb weniger Tage alle akuten Ladendiebe, die hier ein- und ausgingen Dingfest machen (lassen) können und 5-stellige Verluste verhindern können. Aber das hat ja wie gesagt keinen interessiert…

Abrissarbeiten

Es wird ernst.
Im Laden habe ich schon die Säge geschwungen – sieht auf den ersten Blick recht Chaotisch aus, aber jetzt – 3 Stunden später – bin ich schon den Besen am Schwingen – eine Ecke Sperrmüll – andere Ecke Verwertbares.
Jetzt muss ich nur noch ein paar Tage lang zur Kippe …

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Kleinere Verluste :-)
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Sendeschluss – Laden-Schluss

Falls noch einer meiner Ladenkunden mitliest: Die Videothek wird schon ab Montag geschlossen.

Der Abverkauf der DVD-Bestände seit letztem Montag bei Amazon und hier im Laden liefen so gut, daß nur noch zwei Stellwände voll sind. Was dann morgen nicht verkauft wurde, geht dann an private Interessenten als auch nach eBay.

Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. In diesem Monat habe ich bis jetzt gerade mal 125 Euro in der Vermietung eingenommen, was noch nicht mal annähernderweise die Kosten deckt.

Ich kann mir die Zeit auch besser vertreiben…

In dem Sinne an dieser Stelle noch einen Dank an alle treuen Kunden.

Brechdurchfall und Hämoriden in Golfballgröße wünsche ich den Eierdieben, die die sich hier Filme ausliehen, nicht mehr wiederbringen oder auch der Spezies, die 2-Stellige Überziehungskosten produzieren, diese “hab kein Geld dabei” nicht bezahlen und nicht wieder auftauchen.
Diese Leute haben mich bis jetzt exakt 1487 Euro gekostet. Peanuts für subventionierte Großvideotheken aber ein erheblicher Batzen für für mich.

What ever. Weg ist weg und in den nächsten Wochen heist es halt die Möbel in Trümmer legen und zur Kippe fahren. Und Tschö.

Der gebeutelte Kunde

Wer Arbeitet macht Fehler. Macht nix, wenn es sich in Grenzen hält.
Aber irgendwie habe ich bei einem Kunden das böse Karma gebucht, obwohl er nix dafür kann.
Immer, wenn ein Fehler beim Versand vorkam, betraf es ihn. Nicht mal zur Abwechslung Müller oder Meier – nein IHN – und NUR ihn. Jedenfalls in letzter Zeit.
Es ist schon eine echt Kunst, JEDE seiner Sendungen zu vergeigen, was leider mit zusätzlichen Kosten und Aufwand verbunden ist.
Zum Glück nimmt es der Kunde mit Galgenhumor. Es klappt ja doch noch, wenn auch verspätet.
So, zuletzt haben wir und auf der Arbeit darauf geeinigt, daß Sendungen für diesen Kunden nur noch nach dem 4-Augen Prinzip verschickt werden. Einer packt, ein anderer vergleicht nochmal Liste und Inhalt.
So geschehen, der Kunde orderte ein Gehäuse XYZ-B, wir verglichen die Aufschrift auf dem Karton – und ab dafür.
Anruf des Kunden am übernächsten Tag: Das Gehäuse ist Falsch, es ist kein XYZ-B sondern ein -C.
Arghhhh – ich also ins Lager, Gehäusekarton mit Typ B ausgepackt und – Überraschung – richtiger originalverpackter Karton, aber falscher Inhalt. Die ganze Charge. Herstellerfehler.

Wenn es nicht so traurig wäre könnte man fast schon darüber lachen.

Glücklicherweise ist dann amnächsten Tag eine neue Lieferung aufgeschlagen und nun ist definitiv das richtige Gehäuse auf dem Weg. Es sei denn es kommt ein Gabelstapler oder ähnliche Wiedrigkeiten dazwischen :-\

Tagespost #2 – Drei Telefonkarten auf einen Streich!

Eigentlich wollte ich nur eine einfache Prepaid-Karte für das Notfallhandy meiner Frau besorgen.
Im Vodaphone-Laden müsste ich den Schlips-und-Anzugpreis von 19,90 Euro bezahlen, bei Ali um die Ecke oder bei EBay gibt es exakt sie selben Karten für einen Euro.
Der Grund ist, daß die Verkäufer prozentual an den Gesprächsumsätzen beteiligt werden und daher die Karten sprichwörtlich verschenken.

Also passierte am Wochenende folgendes:
Bei Verkäufer A orderte ich über eBay eine Vodaphone Prepaid-Karte für einen Euro. Nach der Kaufabwicklung bekam ich dann einen Link, wo ich die obligatorischen Adressdaten eingeben soll. Leider versagte das Formular mit Fehlermeldung und eine neuerliche Eingabe der Daten war nicht möglich. Auch auf zwei Mails reagierte der Verkäufer A nicht.

So kaufte ich dann beim Konkurrenten B eine Karte für 1 Euro und überwies den gewaltigen Betrag sofort.

Heute kommen dann zwei Briefe an:
Einmal von Verkäufer B mit der bezahlten Karte und – man glaubt es nicht – 2 Karten von Verkäufer A mit einem netten Brief, daß er mir 2 Karten schenkt (Gesprächsguthaben je 10 Euro!!) , weil die Internetpräsenz noch im Aufbau ist etc.
Das habe ich auch noch nicht erlebt!

Wow – jetzt hab ich 3 Prepaid-Karten mit jeweils 10 Euro Gesprächsguthaben, wovon 2 Stück definitiv unregistriert sind. Schäuble würde sich im Sessel umdrehen :-)

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