Frank´n´Dallas

Bei meinem aktuellen Restaurationprojekt stieß ich auf das Problem, das auf dem Board wie zur damaligenZeit üblich eine Dallas RTC verwendet wurde.
Dierser Baustein enthält nicht nur die batteriegepufferte Uhrzeit sondern auch RAM-Speicher für die Setup-Daten.

P1290788Nach mittlerweile etwas über 30 Jahren ist es verständlich, das die in dem Baustein enthaltene Batterie deutlich an Kapazität verloren hat und damit die gespeicherten Daten nicht mehr hält, was problematisch ist, da man so auch nicht mal temporär das Bios vernünftig einstellen kann und zudem ständig entsprechende Fehler erhält.

Da man die Batterie nicht austauschen kann, sondern nur das ganze Modul, stellt man schnell fest, das es den Baustein nicht mehr gibt.
Aber es gibt mittlerweile ein aktuelles, pinkompatibles Derivat namens DS12887, welches bei Reichelt ca 8 Euro kostet.

Da ich 1.) ungeduldig und 2.) Frickler aus Passion bin, nehme ich den kurzen Weg:

Man mus das Modul an zwei Stellen z.B. mit dem Dremel anschlitzen um an die Kontakte der Batterie zu kommen.

P1290845Wichtig ist dabei, das man überhalb des Minus-Pol den Kontaktsteg zur alten Batterie vollständig trennt, da sonst die leere Batterie die neue mit herunterzieht!
Das Material ist sehr weich, ich habe dafür eine Diamanttrennscheibe verwendet und damit nach guter alten Kettensägenmassaker-Manier damit einfach auf den unschuldigen RTC eingedroschen :-)

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Der weiteren Ausführung sind keine Grenzen gesetzt, ich habe ganz profan einfach 2 Drähte festgelötet, CR2032 mit Doppelklebeband darauf festgedengelt und fertig.

Schön ist was anderes aber das Ergebnis zählt!

 

The Doctor is: IN

Obwohl ich von Natur aus ein Kellerkind bin, freue ich mich wieder auf die Wiedereröffnung der Aussenwerkstatt am Wochenende :-)

dr

Stellenanzeige

Aus einer Zeitung von 1964, also vor knapp 50 Jahren!

stellen

Olympia Boss 2C

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Aus der selben Quelle wie der “Olympia People” stammt auch dieser Rechner und ist auch wieder für einen sehr fairen Preis erworben worden.

Leider gibt es nur sehr spärliche Inrformationen im Netz zu dieser Rechnerserie.
Signifikant ist aber die Schlusfolgerung, das Olympia mit seiner Produktpolitik zu der damaligen Zeit beser die Finger von der Rechnersparte gelassen hätte.
Im Nachinein ist mir auch kein besonderes Echo auf diese Geräte bekannt.

Das Besondere an der Serie “Olympia Boss” ist, das es hiervon 5 verschiedene Ausführungen gegeben hat, welche auch noch mit zwei verschiedenen Prozessortypen (8085/Z80) ausgerüstet waren, was die Geräte untereinander völlig inkompatibel machte.

Dennoch laden der Seltenheitswert dieser Geräte und das besondere Design dazu ein, diesem Rechner ein neues Heim zu geben :-)

Mein Gerät ist ein Z80 Gerät mit der Serienbezeichnung Boss 2C und daher auch CP/M Kompatibel.
Olypia hatte dem Boss ein eigenes Betriebsystem namens “Prologue” spendiert, welches aber nicht mit der Programmiersprache “Prolog” zu tun hat.
Dazu geab es dann entweder MS Basic oder BAL, eine Art Business Basic Dialekt.
Disketten liegen mir vor, aus später genannten Gründen bin ich aber noch nicht zum reinschauen gekommen.

Optisch erscheint der BOSS mit seiner Keilform und der ausladenden Tastatur ein wenig an klassische Terminals angelehnt.
Das Gehäuse ist aus Kunststoff aber extrem stabil, dick und hochwertig verarbeitet.

Wenn man das Gehäuse aufmacht, hinterlässt das Innere erstmal einen gut aufgeräumten Eindruck. Das Mainboard ist eine Eigenkreation und wie gesagt werkelt hier ein 4MHz befeuerter Z80 mit 256k Ram.
Unter der Tastaturplatine ist noch Platz für “mehr”, ich vermute, das hier die Festplatte untergebracht werden konnte.

Die einzige Steckkarte ist die Grafikkarte, der Videoprozessor ein NEC D3301D, zu dem ich leider keine weitergehenden Informationen gefunden habe.
Zusätzlich zu dem TTL-Ausgang mit eigener Schnittstelle für den hauseigenen Grün-Videomonitor bietet die Karte auch noch zusätzlich einen normalen analogen Videoausgang.

Die beiden Fullsize 5.25″, 96TPI  Diskettenlaufwerke mit Riemenantireb stammen von Tandon und haben die Bezeichnung TM100-4

Leider gab es kurze Zeit nach dem ersten Einschalten den eigentlich üblichen Ausfall.
Mit Knistern, Knall und Rauchentwicklung ging der übliche X-Kondensator im Netzteil in die ewigen Silikon-Jagdgründe ein.

Daher habe ich das Netzteil jetzt erstmal ausgebaut und werde es in den nächsten Tagen durchchecken, dann werde ich auch mal sehen, was die Disketten bieten.

Neues Web-Projekt

Da ich schon immer für alte Werbung in technischer Hinsicht schwärme, habe ich jetzt angefangen, meine alten Zeitschriftenbestände respektive deren Werbeinhalte einzuscannen und auch inhaltlich zu erfassen.

Das Projekt befindet sich im Anfangsstadium auf der Seite
www.retrocenter.de

Das Archiv wird nach und nach erweitert.
Ich selbst erhebe keine Rechtsansprüche an den Inhalt (“Copyright”) da mir dieser nicht zusteht.
Denoch markiere ich alle Bilder aufgrund der geleisteten Arbeit und dem Schutz vor menschlichen und technischen Bilderdiweben mit einem Wasserzeichen.

Alle Bilder liegen aber auch unmarkiert in voller, unbearbeiteter Scangröße in 300DPI vor.
Interessierte Personen können diese auf Anfrage gerne erhalten.
Registrierten Anwendern, die gerne mitmachen möchten steht diese Option “von Hause aus” zu.

Ich bin ferner auch weiterhin an der Zusendung von Rohmateriel bis ca. 1990 interessiert.

Panasonic Sr. Partner

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Diesen Rechner habe ich nur durch puren Zufall bekommen.
Durch einen Flohmarktkontakt wollte ich in der Nähe meines Büros einen Karton alter Technikzeitschriften abholen und wie das nun mal so ist, kommt man halt in´s Reden.
Auf das Thema “alte Computer” angesprochen meinte mein Gegenüber, das er da noch was in der Kammer hätte. Einst bei einer Wohnungsauflösung gefunden und nur behalten, weil das Teil so kultig aussieht.

Was da aus der Kammer kam, entpuppte sich als ein früher “Schleppable”.
Schnell waren wir uns handelseinig, der Preis war eher symbolisch, dafür nahm ich das Teil ungetestet mit.

Bei näherer Betrachtung erwies sich der Rechner der Bezeichnung nach als Panasonic Sr. Partner, baugleioch mit dem Nixdorf PC02.
Eine Besonderheit ist hierbei der eingebaute Thermodrucker.
Da man auf dem Mainboard sieht, das dieses von Matsushita Electric stammt, ist Panasonic also der wahre Hersteller.

Zu Hause wurde der Rechner zunächst seines Blechkleides beraubt, auf dem der Dreck von mindestens 20 Jahren war.
Schnell entmantelt entpuppt sich das Innenleben als Panzer: Alls ist abgeschirmt, überall Bleche, Platten und Schrauben.

Das Demontieren erinnerte mich ein wenig daran, wie ich Ende der 80er bei einer Firma einen defekten Streamer wechseln wollte und vor einem ähnlichen Panzerschrank stand. Dort benötigte ich 54 Schrauben (!) um an Motherboard udn Laufwerke zu kommen. Der Besitzer stand misstrauisch hinter mir und achtete penibel darauf, das beim Zusammenbau keine Schraube übrigbliebt (schwitz) …

Hier waren es dann nur an die 20 Schrauben, um an Mainboard und Laufwerke zu kommen.
Das MB befindet sich am Boden unter einer separaten Abschirmung befestigt.
Die Platine musste ich inzpizieren um sicherzugehen, das hier nicht ggfls. ein ausgelaufener Akkus für Schaden gesorgt hat. Zum Glück war dem nicht so.
Auf dem Board werkelt als Prozessor ein 8086 von NEC und zur Videoausgabe dient der altbekannte HD46505SP in einer CGA Konfiguration, welche auf dem Bildschirm Monochrom wiedergegeben wird aber zum Glück als RGB auch rausgeführt wird.
An Speicher befinden sich 4 Bänke a 8 Stück 4164, also 256KB on Board.

Auch die Laufwerke sind nochmal separat abgeschirmt.
Das Floppy Laufwerkt ist ein frühes ALPS mit Ketten Riemenantrieb und als Festplatte auch die ebenso altbekante MFM Seagate ST225 mit damals sagenhaften 21MB Speicherkapazität und OMTI 8-Bit Controller.

Nach dem Vollcheck sprach nichts gegen ein erstes Einschalten.
Leider tat sich bis auf einen blinlkenden Cursor nichts.
Intuitiv habe ich die separate 512KB Speicherkarte entfernt udn dann tat sich endlich was.
Leider ist die Festplatte auch hier anscheinend gelöscht worden, jedenfalls wird sie fehlerfrei angesprochen aber es befindet sich wohl kein System drauf.
Heist also, einen Satz Dos 2.x Disketten anfertigen …

Die defekte 512K Karte habe ich erstmal auf Seite gelegt, da schaue ich später nochmal drüber.

Gehäuse und Tastatur wurden gründlich gereinigt und zur Einlagerung wurde der Rechner dann zunächst wieder komplett zusammengebaut, bis ich wieder ein wenig mehr Zeit habe, mich darum zu kümmern.

Olympia People

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Leider habe ich zu diesem Rechner keine weiterreichenden Informationen ausser den mageren Infos, die man im Netz findet.

Der Olympia People ist ein typischer “Zwitterrechner” der frühen 80er Jahre auf dem sowie Dos als auch CP/M liefen.
Ansonsten ist hier keine Kompatibilität zu dem “IBM-kompatiblen” gegeben, sogar das Diskettenformat ist abweichend.

Technisch läuft der Rechner einwandfrei, ist sehr gepflegt und ich habe auch ein paar Disketten dazubekommen.
Das Mainboard besteht aus einem Stück, alle notwendigen Funktionen und Schnittstellen sind integriert.
Im Hinteren bereich sidn 2 x 8 Steckplätze für 4164 Bausteine vorhanden, so das man die Speicherkapazität von 128kb auf 256kb erweitern kann.
Beim Aufmachen fällt vor allem das riesige Netzteil auf. Hatten die da größeres vor??

Beim Monitor muss ich mal die Helligkeit / HV nachstellen, der ist schon ziemlich dunkel, dann gibt es auch Bilder von den Disketteninhalten.

Lear Siegler ADM-31

Gegen “fast geschenkt” und Portoübernahme habe ich von einem freundlichen Menschen dieses kultige Terminal zugeschickt bekommen.
Es handelt sich um das ADM-31 von 1978 mit weiss phosphorizierender Bildröhre und Speicher für zwei Bildschirmseiten

Eine Broschüre dafür kann man hier sehen: Lear Siegler ADM-31.pdf

Ein erster Eindruckt erweckt sowiet volle Funktionsfähigkeit, ich muss nur noch rausfinden, wofür die ganzen DIPS sind, denn seltsamerweise findet sich im Netz kein Manual zu dem Teil.
Aber ich denke, diese Seite wird mir erstmal weiterhelfen.

Interessante Sache: Das Ding ist zusätzlich “Zilog” gelabelt…

Wegwerfgesellschaft?

Erst vor kurzem kam wieder die Diskussion auf, ob Hersteller ihre Geräte so Konstruieren, das sich absichtlich nicht mehr lange halten und ob wir  zu einer Wegwerfgesellschaft mutieren.
Dazu meine ich folgendes:

  1. Der Verbraucher will immer billigere Geräte, der Hersteller muss daher sparen wo es nur geht. Meistens bei der Qualität
  2. Obwohl z.B. der Hersteller weis, das der Kondensator xy im Netzteil durch einen 2 Cent teureren Typen die Lebensdauer entscheidend verbessern kann, verzichtet er darauf, weil er nur Gewinn machen kann, wenn er seine von Käufer billig gewollten Geräte öfter verkaufen kann.
  3. Der Techniker, der noch auf Bauteileebene repariert, ist ein rares Gut geworden, denn Reparaturen kosten Zeit und damit Geld.
    Daher werden meist nur noch Module ausgetauscht, was zwar für den Kunden teurer aber für den Service einfacher und billiger ist.
  4. Meist wird eine Reparatur dadurch für den Kunden unrentabel und er entscheidet sich llieber für ein neues, wieder billiges Gerät

Wie man sieht, ist eigentlich iemand wirklich unschuldig an der Situation.

Ich selbst z.B. bin ja dadurch, das ich technisch belastet bin grundsätzlich ein Typ, der eher eine Reparatur versucht als etwas wegzuwerfen.

Vor ein paar Tagen, quasi pünktlich zum Gewährleistungauslauf machte mein Langhaarschneider Mucken.
Erst lief der Motor “unrund”, dann blieb er öfters stehen und der Stromverbrauch, erkennbar an der Bereitschaftleuchte, stieg ungewöhnlich an.

Also das Gerät seziert, Motor abgelötet und grundsätzlich festgestellt, das der Fehler am Motor liegt.
In der Ersatzteileliste geschaut – der Motor kostet 20 Euro, ein neues Gerät 30 Euro.
Fazit: wirtschaftlicher Totalschaden.

Aber davon habe ich mich nicht abschrecken lassen und den Motor selbst auseinandergenommen, welcher erfahrungsgemäß nicht aus viele Teilen besteht und verschließmäßig eher übersichtlich ist.

Hierbei habe ich dann festgestellt, das die Wicklungen auf den Kollektor nur mit einem dünnen gebochenen Blech aufgelegt sind, welches bei einer Wicklung mittlerweile kaum noch Kontakt hatte.
Hätte man die Wicklungen punktgeschweißt, würde der Motor bis zum Ende der Kohlen einwandfrei funktionieren.

Dieser Motor wurde also entweder absichtlich oder zumindest im Wissen so hergestellt, das hier eine “Sollbruchstelle” entstanden ist.
Wer macht ansonsten schon mal einen Elektromotor auf … ?

Das Problem habe ich dann dadurch gelöst, das ich die Wicklungen direkt aufgelötet habe, den Motor wieder zusammengebaut – et Voilá – der Apparat schnurrt wieder wie am ersten Tag.

Aber rein wirtschaftlich betrachtet ist auch diese Raparatur zu teuer, um sie einem Kunden anbieten zu können, es sei denn, man kalkuliert bewusst sehr niedrig…

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Käsecomputer aus Amsterdem

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Ich war letztens auf der Funkbörse in Bergheim und bin mt einem Niederländischen Aussteller ins Gespräch gekommen mit dem Ergebnis, das er noch “einen tragbaren Computer” für mich hätte, zu einem Preis für den man $egalswas nimmt.
Ein Funkkkollege wollte eine Woche später eh zu einerm Elektronikbörse in den Niederlanden wo auch der Aussteller war und so hat er ihn dort für mich abgeholt uhnd heute vorbeigebracht.

Uiuiui – ein echter Käsecomputer.
Mutig angeschlossen – der Rechner läuft an aber es ist wohl wohl kein BS mehr auf der Platte.

2 Kilogramm Schrauben und eine Stauballergie später hatte ich die Kiste dann zerlegt.

Es handelt sich im Wesentlichen um einen PC/XT mit 8MHz und 8087 Coprozessor.
Bestückt mit 36 Stück 4164 Chips, das macht 256kb. Ich denke, da geht noch mehr, zumal auch Bestückung mit 41256 aufgedruckt ist…

Bildschirm/Laufwerks-Sektion und Hauptrechner sind nun getrennt.
Zustand ist wohl sehr gut, enthalten sind ein OMTI-Comtroller, eine original-Herculeskarte sowie die übliche XT-Floppy/RTC/Printerkarte.
Leider ist ebenso üblich der Akku der RTC ausgelaufen.
Da muss ich mal sehen, wie sich der Schaden ausgewachsen hat…

Auf jeden Fall muss ich jetzt erstmal alles Säubern und zusehen, wie ich den Gilb wieder halbwegs wegbekomme.
Bei Retrobright habe ich ja leider die Erfahrung gemacht, je vergilbter das Gehäuse ist, das das Ergenis später eher unregelmäßig wird. Mal sehen, schlimmer kanns ja eigentlich nicht werden :-)